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Dieser spektakulare botanische
Garten enthalt fast 10.000 Exemplare von über 1.400
verschiedenen Spezies aus Amerika, Madagaskar und der
Kanarischen Inseln, die vom Botaniker Estanislao González
Ferrer, inzwischen gestorben, gesammelt wurden. Nun aber
hat das Werk keinen didaktischen Zweek, sondem einen asthetischen
und belustigenden, wie auch alle andere Werken des Autoren.
Mit halbkreisf6rmigen Grundriss hat Manrique die Wande
mit Stein uberzogen und hat so eine Art l Amphitheater
gebaut, auf dessen Stufen die Kakteen, die durch beschriftete
Schilder .leicht erkennbar sind, bewundert werden konnen.
In Zentram gibt es auch eine alte ¡ Mühle,
die renoviert und weissgestrichen ist, und in deren Innern
die Herste11ung des l kanarischen "mi11o" Mehles
gezeigt wird, das im Archipel als "gofio" bekannt
ist, und seit hundertenJahren aufden Inseln verzehren
wird.
Das Merkwürdigste am Bau ist sein Eingang, ein
Vorraum, der die Wahmehmung des Ganzen unmoglicht inacht.
Erst nachdem man ein kleines
Kurvenlabyrinth durchgequert hat, kann man es bewundern.
So erreicht Manrique das Ziel, den Besucher zu überraschen,
wenn er auf einmal vor demAmphitheater aus Stein, Vegetation
und Wasser steht. Ein riesiger 8 m. hoher Kaktus aus
Eisen mit einer grellen grünen Farbe zeigt auf
der Strasse der Eingang zum Touristenzentrum. Der Garten
selbst steht mitten in einem Kakteenmeer, die Gegend
von Guatiza und Mala, der Kern der Koschenillenkultur
auf der Insel. Die Koschenille ist ein Insekt, dessen
Weib bei einer Art Kaktus, "tunera" genannt,
schmarotzt. Von den Larven, die mit den Handen gelesen
werden, erhalt man ein natürliches Farbemittel,
das Karmesin, das in der Textil- und Kosmetikindustrie
benützt wird und welches früher vor der Entdeckung
der künstlichen Farbmitteln, besonders bewertet
wurde.
Dieses Kunst- Kultur- und Touristenzentrum hat auch
ein kleines Restaurant
Imit einer Terrasse zum Garten, ideal ais Ruheplatz,
und ein Kunsthandwerk und Geschenkeladen, beide vorbildlich
in der Gegend eingegliedert.
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